Jim Collins hat in Stanford Mathematik studiert und war dort von 1988-1995 Professor für Entrepreneurship. 1995 gründete er dann in Boulder ein Management Zentrum.

Das Buch „Good to Great“ zählt für mich zu den besten Management-Büchern die ich je gelesen habe. Anders als so viele „Management- Gurus“, die mal wieder eine neue bahnbrechende Methode vermarkten wollen, hat Jim Collins, wie auch schon in seinem vorherigen Buch „Built to Last“, eine umfassende wissenschaftliche Studie durchgeführt. Es wurde nicht nach Beispielen gesucht die eine ausgedachte Management-These untermauern sollten sondern es wurde ohne Vorurteile empirisch nach den Erfolgsfaktoren geforscht.

Das Buch verkaufte sich als Hardcover alleine über 3 millionen Mal und wurde in über 35 Sprachen übersetzt. Und das nicht ohne Grund, es ist wirklich genial. Ich frage mich, wieso ich das Buch nicht schon früher in den Händen hatte? Wahrscheinlich liegt das an seiner beknackten deutschen Übersetzung: „Der Weg zu den Besten: Die sieben Management-Prinzipien für dauerhaften Unternehmenserfolg“

Für die Analyse konzentrierte sich Collins auf 1.435 amerikanische Unternehmen welche 1965-1995 in der Fortune 500-Liste auftauchten. Die Ergebnisse sind aber nicht nur für Unternehmer in den USA interessant. Es machte die Studie nur einfacher, weil die Daten und Informationen für börsennotierte Firmen umfangreich und einfach zugänglich waren und deshalb auch gut vergleichbar waren. Trotzdem mussten 20 Mitarbeiter immer noch über 15.000 Stunden Zeit investieren.

Er suchte dann nach den Firmen, welche 15 Jahre lange eine durchschnittliche oder sogar unterdurchschnittliche Performance hatten und plötzlich zu einem „Take-Off“-Unternehmen wurden. Diese mussten dann anschließend wiederum für 15 Jahre den Aktienindex und ihren Wettbewerber aus den gleichen Branchen um mindestens den Faktor 3 abhängen. Dann betrachtete er die Take-Off-Zeitpunkt und die Phase der anhaltenden Spitzenleistung.

Er fand genau 11 Unternehmen, welche den obigen Kriterien entsprachen. Das wirklich spannende ist, das diese 11 Unternehmen alle 7 speziellen Management-Prinzipien anwendeten, was die Wettbewerber nicht taten.

Auf die 7 Management-Prinzipien und die Fallbeispiele möchte ich hier nicht eingehen. Entweder bei den Amazon-Reviews ein bisschen schummeln oder für den vollen Lesegenuss mit 11,90€ einen Pflichtkauf tätigen! Nur vielleicht so viel, interessant ist, dass alle Manager der elf „Take-Off“-Unternehmen das Gegenbild des von der Presse so gefeierten extrovertierten „Macher“ Images waren. Sie wurden vielmehr für ihre konsequente Sturheit und politisch unpopulären Entscheidungen von der Presse vor dem Take-Off kritisiert.

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